LandFrauenverein Büchenau
Kräuterwanderung
Als wir zur Kräuterwanderung aufbrachen, haben wir nicht
nur die Kräuter unseres "Werzwisch" kennen gelernt,
sondern Frau Pfaff, Apothekerin aus Jöhlingen, hat uns noch
andere Pflanzen erklärt. Sie gab uns Tipps, wie und bei welchen
Beschwerden und zu welchem Zeitpunkt man die Pflanze ernten kann.
Wichtig sind natürlich auch die Aufbewahrung und die
Zubereitung. Wir entdeckten an diesem Abend ca. 30 verschiedene
Kräuter. Alle waren erstaunt, dass auf diesem kleinen Stück
unserer Wanderung so viele Heilkräuter wachsen, die wir bisher
nicht kannten oder nicht beachteten. Die seltensten Kräuter,
die wir fanden, waren das kleinblütige Neidenröschen,
Tausendgüldenkraut und die Nachtkerze. Die Nachtkerze wurde
irrt 17. Jahrhundert von Amerika in unsere Gärten als
Zierpflanze integriert. Sie ist der Mutter Gottes geweiht und heißt
wegen ihrer gelben Blüten auch Gottesbällchen. Man
entdeckte, dass man mit dem Öl der Samen Erfolge bei
Neurodermitis hat. Das Tausendgüldenkraut wird in der
Naturheilkunde als appetitanregendes Magenmittel angewandt und steht
bei uns unter Naturschutz. Dem kleinblütigen Weidenröschen
schreibt man in der Volksheilkunde einen günstigen Effekt bei
Prostataleiden zu. Wissenschaftliche Versuche haben auch gezeigt,
dass ein Ex.i trakt aus der Pflanze antibakteriell wirkt. An Frau
Pfaff einen herzlichen Dank. Es ist geplant, diese Wanderung im
kommenden Frühjahr auf einer anderen Teilstrecke wieder
durchzuführen. I.A.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die im Artikel genannte Einrichtung .
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